Männlich, weiblich oder Hermie? Das Geschlecht deiner Cannabis-Pflanze bestimmen

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Nahaufnahme-Vergleich eines männlichen Pollensacks und einer weiblichen Vorblüte mit weißen Stempeln an einem Knoten

Sofern du nicht züchtest, sollte dein Zelt komplett weiblich sein — und ein einziges übersehenes Männchen oder ein Zwitter kann eine ganze Ernte besamen und rauchbare Blüte in eine Tüte Samen verwandeln. Geschlechtsbestimmung ist nur das Lesenlernen der kleinen Strukturen an den Knoten. So unterscheidest du sie und was du gegen jedes tust.

Die Kurzfassung:

  • Das Geschlecht zeigt sich in Vorblüten an den Knoten (wo Zweige auf den Stängel treffen)
  • Weiblich: ein spitzer Kelch mit zwei weißen Härchen (Stempel)
  • Männlich: kleine, runde, kugelförmige Pollensäcke, wie winzige Trauben
  • Zwitter: ein Weibchen, das auch Pollensäcke wirft — meist durch Stress
  • Feminisierter Samen gibt fast nur Weibchen, aber prüf immer vor der Blüte

Willst du die ganze Aufschlüsselung? Lies weiter.

Wie unterscheide ich männlich von weiblich?

Schau dir die Vorblüten an den Knoten an, idealerweise mit einer Lupe (DIG führt sie). Ein Weibchen zeigt einen kleinen spitzen Kelch mit zwei weißen Stempeln — feinen Härchen — die aus der Spitze hervortreten. Ein Männchen zeigt kleine, runde, kugelförmige Pollensäcke an dünnen Stielen, geclustert wie winzige grüne Trauben, ohne Härchen. Männchen offenbaren ihr Geschlecht typischerweise ein bis vier Wochen vor Weibchen derselben Sorte, was dir ein Fenster gibt, sie zu trennen, bevor Pollen fliegt. Bei feminisierten Samen erwartest du Weibchen — das ist der ganze Sinn, sie zu kaufen — aber eine Prüfung lohnt sich trotzdem, denn die Kosten, ein Männchen zu übersehen, sind eine besamte Ernte. Wenn du ein Männchen entdeckst und nicht züchtest, entfern es aus dem Raum, bevor seine Säcke aufgehen.

Was ist ein Zwitter, und was verursacht ihn?

Ein Zwitter („Hermie“) ist ein Weibchen, das auch männliche Pollensäcke produziert — also bestäubt es sich selbst und oft alles um sich herum und füllt Blüten mit Samen. Es gibt zwei Varianten. Am häufigsten ist stressbedingt: ein Lichtleck während der Dunkelphase, Hitzestress, Wurzelschäden oder hartes Training drängen ein Weibchen, auf Nummer sicher zu gehen und sich fortzupflanzen. Die Lösung ist Vorbeugung — eine wirklich dunkle, versiegelte 12-Stunden-Nacht und eine ruhige Umgebung. Seltener ist eine genetische Veranlagung, die in den Samen eingebacken ist (ein Grund, von seriösen Züchtern zu kaufen, die dagegen selektieren). Achte auf „Nanas“ — bananenförmige gelbe Pollensäcke, die zwischen den Kelchen herausschauen, oft spät in der Blüte. Erwisch einen einzelnen Sack früh und du kannst ihn vorsichtig mit sauberer Pinzette entfernen und beobachten; wenn die Pflanze damit übersät ist, ist es zu spät — entfern sie und mach das Zelt vor dem nächsten Durchgang lichtdicht.

Wie schütze ich meine Ernte?

Drei Gewohnheiten. Prüf Vorblüten in der späten Wachstumsphase / frühen Blüte und entfern Männchen umgehend. Halte die Dunkelphase dunkel — geh nachts ins Zelt, schließ es und kleb jedes Licht ab, das du sehen kannst, denn Lichtlecks sind der führende Hermie-Auslöser. Und halte die Umgebung ruhig in der Blüte — stabile Temperatur, kein harter Stress. Wenn du doch ein Männchen oder einen Zwitter unter Pflanzen aus regulären Samen findest, isolier es in dem Moment, in dem du sicher bist: Pollen ist mikroskopisch und reist auf Luft, Kleidung und Händen, also wechsle dein Hemd und wasch dich, bevor du den Weibchen nahekommst. Mach die Geschlechtsbestimmung früh richtig und du schützt Monate an Arbeit davor, über Nacht in eine Samentüte verwandelt zu werden.

Häufige Fragen

Wie erkenne ich, ob meine Cannabis-Pflanze männlich oder weiblich ist?

Prüf die Vorblüten an den Knoten: Weibchen zeigen einen Kelch mit zwei weißen Stempeln, Männchen zeigen kleine runde Pollensäcke wie winzige Trauben. Männchen zeigen ihr Geschlecht meist früher als Weibchen.

Was bringt eine Cannabis-Pflanze dazu, zum Zwitter zu werden?

Meist Stress — am häufigsten ein Lichtleck während der Dunkelphase, aber auch Hitze, Wurzelschäden oder hartes Training. Manche Pflanzen sind genetisch anfällig, weshalb die Qualität des Züchters zählt.

Ruiniert ein Männchen meine ganze Ernte?

Es kann. Der Pollen eines Männchens besamt nahe Weibchen und macht aus Blüte Samen. Entfern Männchen, bevor ihre Säcke aufgehen, und isolier sorgfältig, denn Pollen reist auf Luft, Kleidung und Händen.