Cannabis-Sämlingsphase: Woche für Woche (Wochen 0–2)
Die Sämlingsphase ist kurz, sieht langsam aus, und ist seltsam nervenaufreibend — du hast eine winzige Pflanze und einen starken Drang, etwas zu tun. Zu wissen, was jede Woche normal ist, hält dich davon ab einzugreifen, wenn die Pflanze in Ordnung ist, was genau die Zeit ist, in der die meisten Sämlinge sterben. Hier sind die ersten vierzehn Tage, Woche für Woche.
Die Kurzfassung:
- Tage 1–3: nichts sichtbar — die Pfahlwurzel und der Stängel arbeiten unterirdisch
- Tage 3–5: der Keimling durchbricht die Oberfläche, oft die Samenschale tragend
- Tage 5–7: die runden Keimblätter (Samenblätter) öffnen sich
- Tage 7–14: die ersten echten gezackten Blätter erscheinen
- Bedrohungen sind alle „zu viel“: Wasser, Licht, Nährstoffe, und Herumfummeln
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Woche 0–1: Keimung bis Keimling
Nachdem die Pfahlwurzel etwa einen Zentimeter tief in einen kleinen Topf mit leichter (nährstoffarmer) Mischung geht, stoppt die sichtbare Aktion für ein paar Tage, während die Wurzel nach unten und der Stängel nach oben drückt — 2–5 Tage ab dem Einpflanzen, manchmal länger. Der Drang, hineinzugraben und nachzusehen, ist fast körperlich; tu es nicht. Tage 3–5 durchbricht der blasse Stängel die Oberfläche, oft noch die Samenschale wie einen Hut tragend (normal — sie fällt meist ab, und wenn sie klebt, besprüh sie und lös sie sanft, niemals ziehen). Tage 5–7 öffnen sich die zwei runden Keimblätter — das sind keine echten Cannabis-Blätter, das ist die gespeicherte Energie des Samens, und sie vergilben und fallen später ab, was in Ordnung ist. Gieß mit einer Sprühflasche, halte das Medium leicht feucht (heb den Topf an), lauf einen sanften Lüfter, und halte das Licht weich und fern — 60–75 cm für ein LED.
Woche 1–2: erste echte Blätter
Tage 7–14 erscheint der erste Satz echter, gezackter Cannabis-Blätter — meist ein einzelner Finger, dann drei Finger beim nächsten Satz. Die Pflanze betreibt jetzt selbst Photosynthese und baut Wurzeln darunter auf. Die Umgebung, die sie will, ist weniger, als du denken würdest: 18–24 Stunden weiches Licht, 65–70 % Luftfeuchte (eine klare Haube oder eine geschnittene Flasche hilft, entfernt, sobald echte Blätter zeigen, oder du lädst die Umfallkrankheit ein), 20–25 °C, sanfte Luftbewegung, und keine Nährstoffe — er füttert sich von den Keimblättern und der Erde. Starte einen Viertel-stärke Dünger erst, sobald die Keimblätter vergilben und es zwei oder drei Sätze echter Blätter gibt. Die Bedrohungen der ganzen Phase sind zu viel Wasser (ertränken/Umfallkrankheit), zu viel Licht (versengen), zu viel Nahrung (verbrennen), und zu viel Herumfummeln.
Wie sieht normal aus — und was nicht?
Normal: langsam, stetig, ein neuer Satz Blätter alle paar Tage, gleichmäßiges Grün, ein Stängel, der mit etwas Luftbewegung fester wird. Ärger: ein hoher, dünner Sämling, der sich überlehnt (Streckung — Licht zu weit, senk es und stütz den Stängel); ein hängender Sämling in dunkler nasser Erde mit einer dünnen durchscheinenden Stängelbasis (Überwässerung, die auf Umfallkrankheit zusteuert — weniger Wasser, mehr Luft); Kräuseln oder Ausbleichen nahe am Licht (zu nah — heb es an). Das einzig beste, was du für einen gesund aussehenden Sämling tun kannst, ist nichts — prüf ihn einmal am Tag und geh weg. Die Pflanze braucht deine Hilfe in diesen zwei Wochen nicht; sie braucht dich, dass du aufhörst zu helfen.
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Cannabis-Sämlingsphase?
Etwa zwei bis drei Wochen — vom Keimling, der die Oberfläche durchbricht, bis zu einer jungen Pflanze mit drei oder vier Sätzen echter Blätter, wenn sie in den vegetativen Wuchs übergeht.
Soll ich einen Sämling düngen?
Nicht in den ersten paar Wochen. Er lebt von der gespeicherten Energie des Samens und der Erde. Beginne bei Viertelstärke erst, wenn die Keimblätter vergilben und sich ein paar Sätze echter Blätter gebildet haben.
Warum ist mein Sämling hoch und dünn?
Er streckt sich nach Licht, das zu weit oder zu schwach ist. Senk das Licht, stütz den Stängel mit Erde oder einem Stab, und er wird dicker, wenn er genug Licht bekommt.